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Das Ranking der Managementdenker 2011

Das Management orientiert sich im deutschsprachigen Raum nach wie vor an "Klassikern". Urguru Peter Drucker (1909-2005) gilt hierzulande als der herausragende Managementdenker, ein Drittel der Manager (n = 722) hat für ihn gestimmt.

Mit Abstand folgen auf Rang 2 der Chairman von Simon-Kucher & Partners und Hidden-Champions-Expert­e Hermann Simon (*1947) und auf Rang 3 der Systemiker und Komplexitätsguru Fredmund Malik (*1944). Die Rangfolge unter den Top 5 bleibt seit 2005 tatsächlich fast stabil: Harvard-Strategieprofes­sor Michael Porter (*1947) ist seit 2003 unter den TOP 5. Günter Faltin (*1944) schafft es mit seinem Entrepreneurship-Ansatz "Kopf schlägt Kapital" seit 2008 unter die Top 5.

Als weitere Klassiker folgen auf Rang 6 der Sozialphilosoph und Managementautor Charles Handy (*1932), auf Rang 12 der kanadische Soziologe und Langzeit-Managementbeob­achter Henry Mintzberg (*1939), auf Rang 13 der Fortune-"Manager des Jahrhunderts" Jack Welch (*1936), auf Rang 18 der Organisationstheoretike­r Karl E. Weick (*1936) und auf Rang 19 der einzige Managementexperte, der bisher den Nobelpreis erhielt, Herbert A. Simon (1916-2001).

Auch die Generation der jüngeren Managementdenker setzt sich langsam durch. Berater und Ex-Standfordprofessor Jim Collins (*1958) schafft es auf Rang 7. Der Soziologe und luzide Managementbeobachter Dirk Baecker (*1955) von der Zeppelin University erreicht Rang 11 - ein Hinweis auf die zunehmende Bedeutung des systemischen Ansatzes hierzulande. W. Chan Kim (*1952) und Renée Mauborgne (*1963) von INSEAD/​Fontainebleau sind mit ihrem Blue-Ocean-Strategieans­atz auf Rang 15 geklettert.

Neu im Ranking sind Harvard-Innovationsexpe­rte Clayton Christensen (*1952), der insbesondere für Technologiemanager bahnbrechende Lösungen anbietet, der Berater und Vielflieger Ram Charan (*1939), für Fast Company der "Man of Mystery", der Jahrzehnte aus dem Rollkoffer lebte und sich still und leise bei Praktikern einen exzellenten Ruf erarbeitete sowie auf Rang 10 Phil Rosenzweig (*1954) vom IMD/​Lausanne, der die Wahrnehmung und Beobachtung von Managern mit seinem Bestseller "Der Halo-Effekt" schärft.

Nicht zuletzt wird das Management beeinflusst von Change-Experte und Harvardprofessor John Kotter (*1947) mit Rang 14, Innovations-Professor und Fast Company-Kolumnist Vijay Govindarajan (*1952) mit Rang 16, Strategie-Experte und "Bottom of the Pyramid"-Autor C.​K. Prahalad (1941-2010) und der kanadische Unternehmer und Managementprofessor Don Tapscott (*1947), der mit "Wikinomics" die Netzökonomie mitprägt.